Gebiete optimieren
Bestehende Gebiete umplanen: Warnsignale, Diagnose, Szenarien und ein Rechenbeispiel zur ungleichen Arbeitslast.
Von den Zielen bis zur Einführung: wie eine Vertriebsgebietsplanung abläuft und wie lange sie dauert.
Fünf Hebel für mehr Kundenzeit: Gebiete, Besuchsfrequenz, Touren, Kennzahlen und saubere Daten.
Sechs Szenarien im Vergleich: was Gebiets-, Besuchs- und Tourenplanung je nach Außendienst anders macht.
Sechs Fragen und ein Editionsvergleich helfen Ihnen, die passende Software für Gebiets- und Tourenplanung zu finden.
Beratung, Umsetzung, Datenarbeit und Schulung für Ihre Gebietsplanung, in vier klar benannten Rollen.
Viele Vertriebsgebiete sind über Jahre gewachsen, nicht geplant. Wer sie neu schneidet, braucht einen klaren Ablauf, sonst bleibt nach vielen Runden alles beim Alten. Diese Seite zeigt die sieben Schritte einer Gebietsplanung, wann Sie top-down oder bottom-up vorgehen und mit welcher Dauer Sie rechnen sollten.
Bestehende Gebiete umplanen: Warnsignale, Diagnose, Szenarien und ein Rechenbeispiel zur ungleichen Arbeitslast.
Was Ihre Gebiete hergeben könnten: Potenzialdaten für B2C und B2B, Ausschöpfungsindex und ein Rechenbeispiel.
Arbeitslast, Potenzial, Fahrzeit und Grenzen: was jede Kennzahl misst und wie Sie Zielkonflikte abwägen.
Kommunikation, Kundenübergabe, Zeitplan und Gebietskarten: wie neue Gebiete im Außendienst ankommen.
40 kurze, prüfbare Punkte in sechs Phasen: vom Ziel über Daten und Planung bis zur Erfolgskontrolle.
Ein Vertriebsgebiet ist ein klar abgegrenzter Teil Ihres Markts, für den genau eine Person oder ein Team zuständig ist und an dem Sie Ziele, Umsatz und Aktivitäten messen. Gebaut wird es aus kleinen Flächenbausteinen, in Deutschland meist aus fünfstelligen Postleitzahlgebieten. Jeder Baustein gehört zu genau einem Gebiet. So entsteht eine Zuordnungstabelle mit Postleitzahl, Gebiet und zuständiger Person. Diese Tabelle ist das eigentliche Ergebnis einer Gebietsplanung, die Karte macht sie sichtbar.
Gebietsplanung heißt, diese Zuordnung so zu wählen, dass Ihre Vertriebsziele mit vertretbarem Aufwand erreichbar sind. Welches Ziel vorne steht, legen Sie fest: mehr Umsatz, ein besserer Deckungsbeitrag, mehr Zeit beim Kunden oder eine faire Verteilung von Arbeit und Chancen. Woran Sie ein gutes Gebiet erkennen, zeigt die Seite Kriterien und Kennzahlen für ausgewogene Gebiete.
Meist gibt ein konkreter Anlass den Anstoß, kein fester Termin. In der GfK-Studie zur Gebietsplanung (152 Befragte, veröffentlicht 2017) planen drei Viertel der Unternehmen nur bei Bedarf neu. Knapp 64 % nennen eine effizientere Marktbearbeitung als wichtigsten Grund. Typische Anlässe sind:
Brauchen Sie keine neue Struktur, sondern wollen bestehende Gebiete ausgleichen, lesen Sie weiter unter Vertriebsgebiete optimieren. Die sieben Schritte unten gelten für beide Fälle, nur der Startpunkt unterscheidet sich.
Top-down und Bottom-up beschreiben, von welcher Ebene aus Sie Ihre Gebiete bauen.
In der Praxis werden beide Wege oft kombiniert: Top-down setzt den Rahmen, bottom-up füllt ihn. Flache Strukturen sind selten. In einer GfK-Studie mit 45 Unternehmen (Daten 2010–2012, veröffentlicht 2013) hatten 60 % mehrstufige Hierarchien im Außendienst und 53 % zwei oder mehr parallele Vertriebslinien.
Die ersten drei Schritte entscheiden, ob Ihre Planung später auf festem Grund steht.
In den Schritten vier und fünf werden aus Daten konkrete Gebiete.
Note
Eine automatische Optimierung liefert einen Vorschlag, keinen fertigen Plan. Das Ergebnis hängt von Datenqualität und Einstellungen ab und muss fachlich geprüft werden.
Am Ende zählt, ob die neuen Gebiete im Alltag funktionieren.
Die Berechnung selbst dauert mit Software oft nur Stunden, das Projekt drumherum mehrere Monate. Eine GfK-Broschüre aus der Zeit um 2011 nennt für die Phasen eines Gebietsplanungsprojekts diese Richtwerte:
| Phase bei GfK | entspricht hier | Dauer |
|---|---|---|
| Analyse des Ist-Zustands | Schritt 2 | 1–2 Wochen |
| Ziele und Kriterien festlegen | Schritte 1, 3 und 4 | 2–3 Wochen |
| Planung und Szenarien | Schritt 5 | etwa 1 Woche |
| Abstimmung und Feinschliff | Schritt 6 | 2–8 Wochen |
| Einführung und Erfolgskontrolle | Schritt 7 | 6–12 Wochen |
Zusammengerechnet sind das 12 bis 26 Wochen, also grob drei bis sechs Monate. Eine GfK-Studie mit 45 Unternehmen (Daten 2010–2012) zeigt eine ähnliche Spanne: Ein Drittel brauchte vom Planungsbeginn bis zur Umsetzung einige Wochen, 44 % ein halbes Jahr und 22 % ein ganzes Jahr. Die meiste Zeit kosten Abstimmung und Datenaufbereitung. Wer zu einem festen Stichtag umstellen will, etwa zum neuen Geschäftsjahr, sollte nach der älteren GfK-Broschüre mindestens ein halbes Jahr Vorlauf einplanen. Klären Sie außerdem früh, wer den Plan freigeben muss. Die GfK beschreibt in ihrer Broschüre von 2013 einen Fall, in dem eine ausländische Konzernmutter einen fertigen Plan wegen der Mehrkosten ablehnte.
Ob Sie die sieben Schritte selbst gehen oder Hilfe holen, hängt vor allem davon ab, wie oft Sie planen und wie viel Konfliktstoff im Projekt steckt. Wer jedes Jahr nachjustiert, braucht eigene Software und ein geschultes Team. Wer eine große Reform mit Gebietsschutz, Provisionen und Widerständen vor sich hat, profitiert von einer neutralen Moderation. Die GfK beschreibt in ihrer Broschüre von 2013 genau diese Abstimmung als schwierigsten Teil, nicht die Rechnung.
Der Geschäftsbereich Geomarketing der p17 GmbH unterstützt Sie in der Rolle, die zu Ihrer Lage passt: Wir setzen die Planung als Projekt um, geben eine Zweitmeinung zu Struktur oder Software, verstärken Ihr Team auf Zeit oder schulen es, bis es selbst plant. Wie ein Projekt abläuft, steht unter Beratung und Umsetzung. Welche Programme infrage kommen, zeigt die Auswahlhilfe für Software. Zum Abhaken aller Punkte gibt es die Checkliste Gebietsplanung. Vertiefende Seiten zu einzelnen Schritten finden Sie außerdem in der Übersicht auf dieser Seite.
Prüfen Sie Ihre Gebiete mindestens einmal im Jahr, bei Wachstum, Fusion oder Personalwechsel auch zwischendurch. Kleine, regelmäßige Korrekturen stören Kunden und Außendienst weniger als ein großer Umbau alle paar Jahre. In der Praxis wird seltener geprüft: In einer GfK-Studie (Daten 2010–2012) taten es 78 % der Unternehmen nur alle zwei Jahre.
Ja, mit passender Software und etwas Übung. Die Rechnung übernimmt das Programm, Ihr Team muss Daten aufbereiten, Kriterien festlegen und Ergebnisse beurteilen können. Genau das ist Inhalt unserer Schulungen zur Gebietsplanung.
Geplant wird in Programmen mit eigenen Gebietsfunktionen, etwa easymap district manager, easymap professional oder RegioGraph Planning. Die Edition easymap office kann fertige Gebietskarten öffnen und auswerten, aber nicht planen. Für die Weitergabe an Kolleginnen und Kollegen ohne eigene Lizenz gibt es den easymap explorer.
Die Gebietsplanung legt langfristig fest, wer für welche Kunden zuständig ist. Die Tourenplanung bestimmt, in welcher Reihenfolge diese Kunden an einem Tag oder in einer Woche besucht werden. Beides hängt zusammen, denn ein schlecht geschnittenes Gebiet lässt sich mit keiner Route retten. Mehr dazu unter Tourenplanung im Außendienst.
Zuletzt aktualisiert: · Benjamin Beloch, Geschäftsführer
Potenzial, Arbeitslast, Fahrzeit und Umsatz: welche Kennzahlen Sie wie gewichten.
Alle Punkte von den Zielen bis zur Erfolgskontrolle zum Abhaken.
Welche easymap-Edition was kann und wie die Planung im Programm abläuft.
Wie die p17 GmbH Ihre Gebietsplanung als Projekt übernimmt oder begleitet.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags.
Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags.
Eilt es? Rufen Sie direkt an: +49 2562 18749-80