Vertriebsaußendienst
Sales, Key Account, Neukundengewinnung: Gebiete nach Potenzial und Bestand schneiden, Top-Kunden gezielt behandeln.
Von den Zielen bis zur Einführung: wie eine Vertriebsgebietsplanung abläuft und wie lange sie dauert.
Fünf Hebel für mehr Kundenzeit: Gebiete, Besuchsfrequenz, Touren, Kennzahlen und saubere Daten.
Sechs Szenarien im Vergleich: was Gebiets-, Besuchs- und Tourenplanung je nach Außendienst anders macht.
Sechs Fragen und ein Editionsvergleich helfen Ihnen, die passende Software für Gebiets- und Tourenplanung zu finden.
Beratung, Umsetzung, Datenarbeit und Schulung für Ihre Gebietsplanung, in vier klar benannten Rollen.
Ein Servicegebiet, das wie ein Vertriebsgebiet geschnitten ist, hält keine Reaktionszeit ein. Ein Vertriebsgebiet, das nach Wartungslogik entsteht, verschenkt Potenzial. Auf diesen Seiten sehen Sie, worauf es in sechs typischen Einsatzbereichen ankommt und wo die Planung an ihre Grenzen stößt.
Sales, Key Account, Neukundengewinnung: Gebiete nach Potenzial und Bestand schneiden, Top-Kunden gezielt behandeln.
Reaktionszeiten, Wartungsintervalle, Qualifikationen: wie Servicegebiete und planbare Wartungstouren entstehen.
Gebietsschutz, Provisionsgebiete, Bezirksvertretung: eindeutige Grenzen je PLZ und die Karte als Vertragsanlage.
Gebietsschutz, Marktverantwortung, Potenzialgleichheit: Partnergebiete fair schneiden und Lücken im Netz finden.
Viele kurze Besuche, hohe Frequenz, feste Wochentage: Gebiete nach Arbeitslast und Touren für Filialen planen.
Praxen, Kliniken, Apotheken: kleinräumige Gebiete, Besuchsfrequenz nach Zielgruppe und enge Zeitfenster.
Jede Gebietsplanung verteilt Zuständigkeiten auf der Karte, aber was ein gutes Gebiet ist, hängt vom Auftrag des Außendienstes ab. Im Vertrieb soll jedes Gebiet ähnliche Verkaufschancen bieten. Gemessen wird das am Marktpotenzial, also an der Nachfrage, die in einer Region höchstens erreichbar ist. Dazu kommt die Arbeitslast, also die Zeit, die ein Gebiet pro Jahr für Besuche und Fahrten braucht.
Im technischen Kundendienst zählt etwas anderes. Hier hat das Unternehmen eine Reaktionszeit zugesagt, und Anlagen müssen in festen Intervallen gewartet werden. Ein Servicegebiet ist deshalb gut, wenn jede Anlage rechtzeitig erreichbar ist und die passende Qualifikation vor Ort ankommt. Das Umsatzpotenzial spielt dabei kaum eine Rolle.
Wie verschieden die Anforderungen sind, zeigt ein Branchenvergleich in Workshop-Unterlagen des Softwareherstellers PTV von 2019. Für den Vertriebsaußendienst sind dort Zeitfenster der Kunden wichtig, Qualifikationen, Fahrzeugkapazität und mehrere Ressourcen je Auftrag dagegen nicht. Im Service sind gerade Qualifikationen oft entscheidend.
Handelsvertretungen und Partnernetze bringen eine dritte Logik mit. Dort ist die Gebietsgrenze Teil eines Vertrags, an ihr hängen Provisionen oder Gebietsschutz. Sie muss vor allem eindeutig sein.
Jeder Einsatzbereich hat ein eigenes Hauptziel, und daraus folgt das wichtigste Kriterium für seine Gebiete. Die folgende Tabelle zeigt, was in den sechs Szenarien meist im Vordergrund steht.
| Szenario | Hauptziel | wichtigstes Kriterium | typische Besuchslogik |
|---|---|---|---|
| Vertriebsaußendienst | Umsatz mit Bestands- und Neukunden | Potenzial und Arbeitslast | Rhythmus nach Kundenwert, freie Zeit für Akquise |
| Servicetechnik | Reaktionszeiten und Wartungsintervalle einhalten | Fahrzeit zum Einsatzort, Qualifikation | Wartung im Intervall, Störungen ungeplant |
| Handelsvertretungen | klare, streitfreie Provisionsgebiete | eindeutige Grenze je Postleitzahl | plant die Vertretung selbst |
| Franchise- und Händlernetze | vergleichbare Chancen für jeden Partnerbetrieb | Potenzial je Gebiet | wenige, lange Betreuungsbesuche |
| Handelsaußendienst | Filialen zuverlässig im Takt betreuen | Arbeitslast | viele kurze Besuche, feste Wochentage |
| Pharma und Medizintechnik | Fachkreise in passender Frequenz erreichen | Zielgruppendichte und Arbeitslast | Frequenz nach Zielgruppe, enge Zeitfenster |
Die Tabelle zeigt Schwerpunkte, keine festen Regeln. Viele Unternehmen mischen die Szenarien: Ein eigener Vertrieb arbeitet neben Handelsvertretungen, der Service teilt sich die Karte mit dem Verkauf. Laut einer GfK-Studie unter 45 Unternehmen (Daten 2010 bis 2012) hatten 53 Prozent zwei oder mehr parallele Vertriebslinien. Dann braucht oft jede Linie eine eigene Gebietsstruktur, die zu den anderen passt.
In jedem Szenario greifen drei Planungsebenen ineinander. Die Gebietsplanung legt fest, wer wofür zuständig ist. Die Besuchsplanung nach Kundenwert bestimmt, welcher Kunde wie oft an der Reihe ist. Die Tourenplanung im Außendienst bringt die Besuche eines Tages in eine fahrbare Reihenfolge. Ein schlecht geschnittenes Gebiet rettet auch die beste Route nicht.
Auch die Datengrundlage ist überall ähnlich: Kundenadressen mit Koordinaten, die aktuelle Zuordnung, Besuchsrhythmen und Besuchsdauern aus dem CRM, dazu Markt- und Geodaten. Diese Verbindung aus Geomarketing, CRM und Daten ist der Kern unserer Arbeit im Geschäftsbereich Geomarketing der p17 GmbH. Als Werkzeug setzen wir vor allem easymap ein.
Am Ende steht in jedem Szenario eine Zuordnungstabelle, also eine Liste, die jeder Postleitzahl oder jedem Kunden genau eine zuständige Person zuweist. Sie gehört ins CRM, damit Anfragen, Berichte und Provisionen auf derselben Grundlage beruhen.
Jeden der sechs Einsatzbereiche stellen wir auf einer eigenen Seite vor, Sie finden sie als Kästen auf dieser Seite. Jede Seite beschreibt Ziele, Kriterien und typische Fallstricke. Dazu kommen ein Rechen- oder Praxisbeispiel und eine offene Antwort auf die Frage, wo Planung und Software an ihre Grenzen stoßen.
Ein Tipp für den Einstieg: Lesen Sie zuerst die Seite, deren Hauptziel in der Tabelle Ihrem eigenen am nächsten kommt, nicht unbedingt die mit dem passenden Namen. Ein technischer Außendienst, der vor allem Ersatzgeschäft verkauft, findet sich womöglich eher im Vertriebsaußendienst wieder als in der Servicetechnik. Passt Ihr Außendienst in keines der Raster, sprechen Sie uns an. In einem Erstgespräch klären wir, welche Logik für Ihre Gebiete gilt und welche Daten Sie dafür brauchen.
Ja. Beide Formen lassen sich auf derselben Karte und auf denselben Bausteinen planen, meist fünfstelligen Postleitzahlen. Wichtig ist, für jede Form die passende Logik zu verwenden: Arbeitslast und Potenzial beim eigenen Team, eindeutige Vertragsgrenzen bei den Vertretungen. So sehen Sie sofort, ob ein Ort doppelt oder gar nicht vergeben ist.
Für die Gebietsplanung nicht unbedingt, beide lassen sich zum Beispiel in easymap planen. Für die tägliche Einsatzsteuerung im Service mit kurzfristigen Störungen brauchen Sie dagegen Field-Service-Software. Welche Werkzeuge es für die Gebietsplanung gibt, zeigt die Auswahlhilfe für Gebietsplanungssoftware.
Wahrscheinlich. Die sechs Seiten beschreiben typische Muster, keine vollständige Liste. Im Erstgespräch klären wir, welche Ziele und Kriterien für Ihre Gebiete gelten und ob Gebiets-, Besuchs- oder Tourenplanung der richtige Ansatzpunkt ist.
Zuletzt aktualisiert: · Benjamin Beloch, Geschäftsführer
Der Ablauf einer Gebietsplanung, von den Zielen bis zur Erfolgskontrolle.
Wie Gebiete, Besuchsrhythmen und Touren zusammenhängen.
Die Software, mit der wir Gebiete und Touren vor allem planen.
Beratung, Softwareauswahl, Schulung und Besetzung neuer Gebiete in vier Rollen.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags.
Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags.
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